Hanna Nitsch

Fleurs Du Mal

Ausstellungskatalog für die Künstlerin Hanna Nitsch

Ausstellung im Kunstvereniging Diepenheim/Drawing Centre Diepenheim und Kunstverein Augsburg, 2011


Herausgeber:
Marcus Körber


Verlag:
Revolver Publishin Berlin


Redaktion:
Hanna Nitsch


Texte:
Arno Kramer und Dr. Justin Hoffmann


Gestaltung und Satz:
Burghardt & Tank GbR


In vielerlei Hinsicht ist das Werk von Hanna Nitsch außergewöhnlich und im Kontext neofigurativer Malerei singulär. Ihr Oeuvre besticht dabei nicht zuletzt durch das äußerst subtile Spannungsverhältnis zwischen Realismus und Abstraktion, Verdichtungen und Auflösung, Zufall und Absicht.

Seit einigen Jahren konzentriert sich die Künstlerin auf das Medium Papier. In ihren großformatigen Tuschemalereien und Zeichnungen, die oftmals raumgreifend präsentiert werden, entlockt Hanna Nitsch den scheinbar alltäglichen Themen aus ihrem privaten Umfeld, der Natur oder auch der Märchen- und Volkskultur stets etwas wundersam Bezauberndes wie auch tiefgründig Bedrohliches. Surreale (Alb)-Traumlandschaften, subversive Stillleben und überlebensgroße Büsten und Gesichter von Kindern ziehen unsere Blicke magisch an. Die Haut der Körper wirkt durchscheinend, wie auch ihre Blicke uns zu durchschauen drohen. Mensch und Landschaft ziehen uns in einen Bann, der uns der Alltäglichkeit entrückt und uns in das Zwischenreich des Unbewussten führt.

Die Ausstellung und dieser Katalog sollen erstmals einen Überblick über die seit 2006 entstandenen Arbeiten auf Papier geben und zugleich einen Ausblick auf die installativen Arbeiten der Künstlerin eröffnen. Die Überführung der 3. Dimension im malerischen und zeichnerischen Werk von Hanna Nitsch in den Ausstellungsraum ist nicht zuletzt auf die intensive Auseinandersetzung mit der Ausstellung »Fleurs du Mal«, der ersten Einzelausstellung der Künstlerin in den Niederlanden, zurückzuführen.

Erstmals sind in der Kunstvereniging Diepenheim/Drawing Centre Diepenheim Objekte, Multiples und Rauminstallationen im Zusammenspiel mit dem zeichnerischen und malerischen Werk zu einer Gesamtinszenierung zusammengeführt worden. In veränderter Form wird diese Ausstellung anschließend im Kunstverein Augsburg zu sehen sein, was uns angesichts der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit besonders freut. (Marcus Körber)

Buch und Umschlag

bedrucktes Vorsatz

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