Klasse Frances Scholz

Es lebt …

Katalog, Flyer und Plakat für die Ausstellung im Kunstraum Hüll, 2005

Herausgeber:
Prof. Frances Scholz, Viola Vahrson; Hochschule für Bildende Künste Braunschweig mit Unterstützung der KSK Stade


Konzeption, Buchgestaltung und Herstellung
Burghardt & Tank GbR gemeinsam mit Florian Hardwig


»Es lebt – Sie werden sehen, wie es eine Stadt durcheinander bringt.«
Es lebt. Zwei Worte, blitzschnell sind wir getroffen, ein Schreck, dann breitet sich das Grauen aus. Ein vertrautes Ding, ein gewohnter Gegenstand, hat sein Geheimnis enthüllt, ist unerwartet lebendig geworden. Das ist unheimlich. Sigmund Freud ist der etymologischen Entwicklung der Begriffe „heimlich“ und „unheimlich“ nachgegangen. Das Heimliche ist seiner Bedeutung nach ambivalent. Es bezeichnet etwas Vertrautes, Heimeliges, Behagliches, aber auch Geheimes und Verborgenes. Irgendwann fällt der Begriff, so Freud, mit dem Unheimlichen zusammen. Es gibt viele Möglichkeiten, dem Unheimlichen zu begegnen. Zur Beseelung des Leblosen gehört auch die Wiederkehr der Toten, und damit verbunden ist die Unentrinnbarkeit der Wiederholung und die Rückkehr des Verdrängten. Aber auch im Gewöhnlichen findet sich das Unheimliche. Mit im Spiel ist immer unsere Phantasie und die Bereitschaft sowie die Gefahr, die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie aufzuheben. In diesem Buch werden die verschiedensten Formen dieses doppelbödigen Begriffs aufgespürt, erforscht und künstlerisch umgesetzt. Kunst und Text nehmen nicht direkt, sondern in einer assoziativen Weise aufeinander Bezug.

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